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Schleierlinge

Schleierlinge

Die Schleierlinge (Cortinarius sg. Cortinarius) im engeren Sinn sind eine Untergattung zur Gattung der Haarschleierlinge. Im weiteren Sinne werden auch alle Haarschleierlinge kurz als Schleierlinge bezeichnet. Wichtigstes Merkmal: Relativ große, dickfleischige, dunkelviolette Pilze.

Beschreibung


- Der ganze Fruchtkörper und somit auch der Hut ist dunkelblau bis dunkelviolett gefärbt. Die Oberfläche ist filzig bis schuppig.
- Der Stiel ist dunkelblau bis dunkelviolett.
- Die Lamellen junger Pilze sind blauvioletten getönt, später verfärben sie sich durch das reifende Sporenpulver in ein dunkles Rostbraun.
- Das Sporenpulver ist Rostbraun.

Mikroskopische Merkmale


- Sporen teilweise mit Plage (= klar umgrenzte Fläche an der Haftzone).
- Grosse, nahezu flaschenförmige Cheilo- und Pleurozystiden, 10-110 μm lang.
- Vakuolen mit violettem Pigment.

Vorkommen

Die Schleierlinge wachsen auf Erde im Laub- oder Nadelwald. Erscheinungszeit ist vor allem der Herbst bis Spätherbst.

Speisewert

Die Dunkelviolette Schleierling und auch der Harzschleierling gelten als essbar, zumindest als nicht giftig. Sie werden aber meist als nicht schmackhaft bewertet.

Systematik


- Dunkelvioletter Schleierling (C. violaceus), unter Laubbäumen.
- Harzschleierling, Nadelwalddickfuß (C. hercynicus), schmächtiger als der Dunkelviolette Schleierling, vor allem im Nadelwald zu finden.

Literatur


- Marcel Bon: Pareys Buch der Pilze, Verlag Paul Parey, Hamburg, Berlin, 1988, ISBN 3490198182

Weblinks


- [http://www.gregor-faerber.ch/VPS/Pilzgattungen_Beschreibungen/Cortinarius_Haarschleierlin.pdf Gattungslehre Haarschleierlinge (PDF)]
- [http://www.mykonet.ch/Gattungslehre/Cortinarius.htm Untergattung Schleierlinge, Cortinarius] Kategorie:Basidienpilze

Haarschleierlinge

Die Haarschleierlinge (Cortinarius) - manchmal auch nur Schleierlinge - sind eine sehr große Gattung in der Klasse der Ständerpilze. Unter Mykologen ist auch der Begriff Cortinarien als Bezeichnung für diese Gattung üblich. Der wissenschaftliche Name Cortina ist lateinisch und heißt übersetzt "Schleier". Es handelt sich bei diesem um ein sehr feines, aus spinnwebartigen Fasern gebildetes Velum zwischen Hutrand und Stiel. Es ist charakteristisch für die Haarschleierlinge, kommt aber auch bei einigen anderen Gattungen vor. In Mitteleuropa gibt es etwa 500 Arten, weltweit werden über 2000 Arten unterschieden.

Beschreibung


- Die Fruchtkörper sind in Form und Größe sehr variabel, von sehr klein (unter 1 cm) bis sehr groß (über 20 cm):
  - Die Hutform ist gewölbt, glockig bis kegelig.
  - Es kommen nahezu alle bei den Pilzen vertretenen Hutfarben vor.
  - Die Hutoberfläche ist meist häutig bis dickfleischg, schleimig, faserig-filzig, schuppig oder kahl.
- Der Stiel ist immer mit Cortina (= Schleier, oft nur Reste am Stiel), die Form reicht von sehr zart und dünn bis sehr dick, schleimig oder trocken, mit oder ohne Velumresten, kahl bis faserig
- Das Fleisch ist mild, bitter oder scharf.
- Die Lamellen sind meist ausgebuchtet, aber auch breit bis bogig angewachsen. Die Farbe ist bei ausgewachsenen Exemplaren durch die Sporen Rostbraun, bei unreifen Pilzen reicht das Farbspektrum von hell (fast weisslich bis lebhaft farbig) bis dunkel-rostbraun oder jung
- Die Sporenfarbe ist immer rostbraun, niemals schwärzlich. Die Sporen sind warzig (selten fast glatt), rundlich, ellipsoidisch, spindelförmig bis mandel- oder zitronenförmig. Während der Sporenreifung wird die Originalfarbe der Lamellen durch die der Sporen überdeckt.

Mikroskopische Merkmale


- Vorhandensein, Form und Größe der Zystiden.
- Form und Größe, Oberflächenbeschaffenheit der Sporen.

Vorkommen

Immer auf Erde und im Wald, am Waldrand oder unter Bäumen. Die Haarschleierlinge sind strenge Mykorrhizapilze. Die Mehrzahl der Haarschleierlinge erscheint im Spätsommer bis Spätherbst.

Speisewert und Giftigkeit

Nach der Schweizer Verordnung über Speisepilze ist die Schleiereule (C. praestans) der einzige marktfähige Speisepilz der Gattung Cortinarius. Es gelten jedoch auch einige andere Arten als essbar. Da die Bestimmung - gerade für Laien - in dieser äußerst umfangreichen Gattung sehr schwierig ist, können Haarschleierlinge generell nicht zu Speisezwecken empfohlen werden. Neben zahlreichen ungenießbaren und giftigen Arten gibt es auch sehr gefährliche Giftpilze: Orangefuchsiger Schleierling (Cortinarius orellanus) und Spitzbuckliger Orangeschleierling (Cortinarius speciossimus) verursachen das Orellanus-Syndrom. Die Art Schöngelber Klumpfuß (Cortinarius splendens) enthält ein anderes, noch unbekanntes, starkes Nierengift.

Systematik

Die Gattung der Haarschleierlinge umfasst in Mitteleuropa mehrere hundert Arten in - je nach Autor - sechs bis neun Untergattungen. Sehr viele Arten können nur von Spezialisten mit Hilfe mikroskopischer Merkmale und chemischer Farbreaktionen bestimmt werden. Die Unterteilung der nachfolgenden Unterarten erfolgt weitestgehend nach Bon (1988):
- Schleimfüße (Myxacium)
- Schleimköpfe (Phlegmacium), inklusive Klumpfüße (Bulbopodium)
- Dickfüße (Sericeocybe)
- Gürtelfüße (Telamonia), inklusive Wasserköpfe (Hydrocybe)
- Schleierlinge im engeren Sinn (Cortinarius)
- Rauhköpfe (Leprocybe)
- Hautköpfe (Dermocybe)

Literatur


- Marcel Bon: Pareys Buch der Pilze, Verlag Paul Parey, Hamburg, Berlin, 1988, ISBN 3490198182

Weblinks


- [http://www.gregor-faerber.ch/VPS/Pilzgattungen_Beschreibungen/Cortinarius_Haarschleierlin.pdf Gattungslehre Haarschleierlinge (PDF)]
- [http://www.admin.ch/ch/d/sr/c817_022_291.html Schweiz: Verordnung des EDI vom 26. Juni 1995 über Speisepilze (Pilzverordnung, VSp)]
- [http://www.mushroomexpert.com/cortinarius.html Kuo, M. (2005, January). The genus Cortinarius. Retrieved from the MushroomExpert.Com Web site (engl.)] Kategorie:Basidienpilze

Zystide

Die Zystiden sind sterile Zellen zwischen den Basidien, am Stiel oder auf der Huthaut von Pilzen. Ihr Vorhandensein und die Form der Zystiden sind für eine mikroskopische Art- oder Gattungsbestimmung oftmals entscheidend. Nach dem Ort ihres Auftretens werden Cheilo-, Pleuro-, Dermato- und Caulozystiden unterschieden. 1. Cheilozystiden Die Cheilozystiden befinden sich an der Lamellenschneide von Blätterpilzen. Vielfach sind sie dünnwandig und schon mit bloßem Auge feststellbar, weil die Lamellenschneide anders gefärbt ist als deren Fläche. 2. Pleurozystiden Die Pleurozystiden befinden sich an der Lamellenfläche und sind seltener als die Cheilozystiden. Oft sind sie nur schwer zu finden. Ein Lamellenquerschnitt ist in der Regel notwendig, um sie mikroskopisch nachzuweisen. 3. Dermatozystiden Die Dermatozystiden befinden sich auf der Hutoberfläche. Von der Form her sind sie in der Regel ähnlich wie die Cheilo- oder Pleurozystiden. Die Hutoberflächen der Pilze sind haarig-samtig oder fein bereift. 4. Caulozystiden Die Caulozystiden befinden sich an der Stieloberfläche. Ihre Formen und Strukturen ähneln vielfach denen der Cheilozystiden; sie sind jedoch öfters etwas größer. Daher lässt sich das Vorhandensein dieser Zystiden meistens schon mit bloßem Auge oder einer Lupe erkennen. Die Stieloberfläche erscheint flaumig, haarig oder filzig. Kategorie:Mykologie

Vakuole

Vakuolen sind ähnlich wie Vesikel gebaute, aber sehr viel größere von Membranen umschlossene Räume. Aufgrund ihrer Größe sind sie auch im Lichtmikroskop erkennbar. Sie treten zum Beispiel als Nahrungsvakuolen auf, die sich durch Phagozytose aus Teilen der Zellmembran gebildet haben. Besonders auffällig ist die Zellsaftvakuole (auch zentrale Vakuole oder Zellsaftraum genannt). Sie nimmt bei ausgereiften Pflanzenzellen meist das größte Volumen der Zelle ein. Die Membran, die die Vakuole vom angrenzenden Cytoplasma abgrenzt, wird Tonoplast genannt. Im Inneren der Vakuole befindet sich eine Flüssigkeit, der Zellsaft, welcher im Gegensatz zum Cytosol sehr wenig Proteine enthält, daher nicht plasmatisch ist. Vakuolen können folgende Aufgaben haben:
- Erzeugung eines prallen Zustands der Zelle durch den Turgordruck
- "Abfalldeponie" von Proteinen, organischen Verbindungen und Ionen, also Stoffen, die giftig wirken oder den Stoffwechsel stören könnten
- Durch Lagerung von giftigen oder unangenehm schmeckenden Stoffen können sie vor Tierfraß oder Pilzbefall schützen
- Indem Farbstoffe im Zellsaft enthalten sind können Pflanzenteile besonders (speziell blau) gefärbt werden
- Sie spielen auch eine Rolle bei Wachstums- und Bewegungsvorgängen durch osmotische Aufnahme von Wasser in die Vakuole
- Verdauung von Makromolekülen (vgl. Lysosomen bei Tieren) Die Bildung einer Vakuole findet beim Zellwachstum statt. Innerhalb des Streckungswachstums der Pflanzenzelle vergrößert sich das Volumen der Zelle durch osmotische Wasseraufnahme. Da die Substanz des Cytoplasmas jedoch nicht schnell genug mitwächst, entstehen Hohlräume, die anschließend durch Tonoplasten vom anliegenden Plasma abgetrennt werden. Am Ende des Wachstums nimmt die zentrale Vakuole oft einen so großen Raum ein, dass das Zytoplasma nur mehr eine dünne Schicht zwischen Plasmalemma und Tonoplast bildet. siehe auch: Kontraktile Vakuole Kategorie:Zellbiologie ms:Vakuol

Herbst

Der Herbst ist als eine der vier Jahreszeiten die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter. In den gemäßigten Zonen ist er die Zeit der Ernte und des Blätterfalls. Das Wort Herbst ist verwandt mit engl. harvest, lat. "carpere" (= pflücken) und griech. "karpós" ( Frucht, Ertrag). Es kommt von indogerm. "sker" (= schneiden). Ursprünglich bedeutete Herbst "Zeit der Früchte", "Zeit des Pflückens", "Erntezeit". Je nachdem ob der Herbst auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nordherbst und Südherbst. Aufgrund des wandernden Zenitstandes der Sonne zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis, wiederholt sich der Herbst in jeder Hemisphäre mit einem jährlichen Turnus. Es ist daher auch möglich aus einem Südherbst einen Nordfrühling zu folgern und umgekehrt. Turnus Astronomisch beginnt er mit dem Herbst-Äquinoktium:
- auf der Nordhemisphäre am 22. oder 23. September,
- auf der Südhemisphäre am 20. März oder in der Nacht zum 21. März,
- und endet mit der Wintersonnenwende (21. oder 22. Dezember auf der Nordhalbkugel, bzw. am 21. Juni im Süden) 21. JuniDa die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 Prozent von einer Kreisbahn abweicht, sind die 4 Jahreszeiten nicht ganz gleich lang. Dies wirkt sich auch etwas auf den phänologischen Herbstbeginn aus, der klimatisch vom astronomischen abweichen kann. Man unterscheidet hierbei auch zwischen dem Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Genähert teilt man dem Herbst die Monate September, Oktober und November in der nördlichen Hemisphäre zu, bzw. den März, April und Mai in der südlichen Hemisphäre. Im Herbst färben sich die Blätter an den Bäumen, bevor sie dann abfallen. Dies kommt vom langsamen Rückzug der Pflanzensäfte in den Stamm bzw. in die Wurzeln. In den Herbst fällt in einigen Ländern der Welt auch die Umstellung der Uhrzeit von der Sommer- auf die Winterzeit. Herbstgottheiten:
- Ju Shou Herbstfeste:
- Mehragan
- Erntedankfest
- Allerheiligen
- St. Martin

Weblinks

! Kategorie:Jahreszeit Kategorie:Kalender ja:秋

Kategorie:Basidienpilze

In diese Kategorie kommen alle Artikel zu Basidienpilzen (Basidiomycota): Arten und höheren Taxa. Nicht hierhin gehören Artikel zu nicht-systematischen Pilzgruppen wie Speisepilz, Giftpilz oder mykologische Begriffe; letztere bitte in die :Kategorie:Mykologie einordnen. Kategorie:Pilze

Romano-catolicism

Romano-Catolicismul este o religie foarte veche şi tradiţională. Este o denominare a Creştinismului şi este cel mai mare grup religios din lume. Conducătorul Bisericii Romano-Catolice este Papa. Acesta se află la Vatican, lângă Roma. Catolicii cred că atunci când face declaraţii oficiale (numite ex cathedra) Papa este infailibil, de vreme ce Dumnezeu nu ar permite ca oamenii să fie greşit informaţi, premiţându-i acestuia să facă o declaraţie greşită. A se vedea şi Biserica Catolică. simple:Roman Catholicism

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